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23.08.2010: Lesbos, April 2010 - erneut ein voller Erfolg | |
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Auch dieses Jahr wieder wurde die einmal mehr ausgebuchte Reise nach Lesbos zu einem vollen Erfolg. Von unserer bewährten Basis in Skala Kallonis aus besuchten wir mit unseren Minibussen täglich die schönsten und ornithologisch reichhaltigsten Winkel der Insel. Dabei sahen wir nicht nur die meisten erhofften Vogelarten (insgesamt 126), sondern erfreuten uns auch an der vielfältigen Botanik (inkl. zahlreicher Orchideen) der Insel.
Kulinarisch kamen wir in den bewährten Tavernen stets auf unsere Rechnung. Mit griechischem Salat, Mousska oder fangfrischem Fisch stärkten wir uns täglich für neue Entdeckungstouren.
Und diese hatten es in sich: In überschwemmten Wiesen standen Rallenreiher, Sichler, Schwarzstorch und Rostgans um die Wette. An schilfigen Unfern trafen wir immer wieder auf sich frei präsentierende Kleine Sumpfhühner und wenig scheue Zwergdommeln. Steppen- und Wiesenweihen sorgten unter den in diesem Jahr in überdurchschnittlicher Zahl rastenden Limikolen für Unruhe. Trupps von über 30 Teichwasserläufern zeigten sich zusammen mit vielen anderen Limikolen direkt vor unserem Bus. Mehrfach konnten wir zwei Zwergohreulen bildfüllend an ihrem Tagesschlafplatz im Fernrohr bestaunen. Ein Tagestotal von 6 Steinkäuzen im Westen der Insel war nicht minder spektakulär. Auch dieses Jahr wieder entdeckten wir einzelne Zitronenstelzen. Die Spezialitäten des kargen Westens zeigten sich alle von ihrer besten Seite: Chukarhuhn, Isabellsteinschmätzer, Felsenkleiber, Steinsperling, Grauortolan und Türkenammer. An der Nordküste gelang es uns auch dieses Jahr wieder Weissbart-, Orpheus- und Maskengrasmücke am selben Ort ausgiebig zu beobachten. Weitere Spezialitäten wie Triel, Schwarzstirn- und Maskenwürger, Korallenmöwe und natürlich Türkenkleiber rundeten die Artenpalette ab.
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18.08.2010: Französischer Jura, Mai 2010 - Spezialitäten in unmittelbarer Nähe | |
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Auf dieser neu konzipierten Kurzreise gewannen wir einen tiefen Einblick in die Avifauna dieser interessanten Region.
Im Waadtländer Jura verriet uns ein lokaler Eulenkenner einiges über die heimliche Lebensweise des Raufusskauzes. Zudem demonstrierte er uns seine nicht ungefährliche Arbeitsweise und präsentierte uns bei zwei verschiedenen Gelegenheiten sogar junge Käuze in der Nesthöhle.
Balzende Waldschnepfen am Abendhimmel sind in der Schweiz ein schwindendes Bild. So konnten wir uns glücklich schätzen, zwei Individuen dieser heimlichen, waldbewohnenden Limikolen-Art bei ihren Balzflügen aus kürzester Distanz mitzuverfolgen.
Auf französischer Seite des Juras präsentierte sich uns ein anderes Landschaftsbild. In den Wäldern rund um Frasne gelang uns die Beobachtung des Schreiadlers, sicherlich die seltenste Art der Reise.
In der weiten Flussebene des Doubs um Petit Noir lokalisierten wir zahlreiche Reiherarten, Bienenfresser, Triele und Orpheusspötter – was schon fast einen mediterranen Eindruck erweckte. Die lokale Population des Blaukehlchens dieser Region ist eine Besonderheit. Wir konnten auf unserer letzten Exkursion einen Sänger dieser schönen Art beobachten.
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28.07.2010: Montenegro, Mai 2010 - Einmalige Lebensräume an der Adriaküste | |
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Auch dieses Jahr wartete die Montenegro-Reise nicht nur ornithologisch, sondern auch landschaftlich und kulturell mit einigen Leckerbissen auf die Teilnehmer. Als Ausgangspunkt unserer Exkursionen diente die ehemalige Piratenstadt Ulcini im Süden des Landes, wo wir direkt am Meer und am Rande der Altstadt gelegen unser Hotel Dvora Balsica beziehen durften. Die exquisite Lage des Hotels liess es zu, von der Terasse aus Purpurreiher, Zwergohreule und Delfine zu beobachten, und einige Male zeigte sich auf dem Dach des Hotels sogar eine Blaumerle. Dank den Beziehungen unseres lokalen Reiseleiters Borut Sturmberger, konnten wir die sonst für Touristen gesperrten Salinen von Ulcinj nach befiederten Juwelen absuchen. Hier begrüssten uns schon am ersten Tag mehrere singende Kappenammern, Cistensänger und balzende Blauracken.
Montenegro ist eine der Hauptdurchzugsgegenden für Zugvögel welche per Italien das Mittelmeer queren. Obwohl dementsprechend hohe Arten- und Individuuenzahlen zu erwarten waren, erstaunten uns dennoch die weit über 3000 Wattvögel aus 19 Arten, welche wir hier am zweiten Tag zählten. In den Entsalzungsbecken tummelten sich unter anderem brütende Triele, mehrere Kurzzehenlerchen sowie 20 Rotflügelbrachschwalben, die sich nicht bei ihren grazilen Balz- und Jagdflügen stören liessen. Für Interessierte gab es hier auch immer wieder die Gelegenheit, bekanntere Arten wie Steinkauz und Dorngrasmücke intensiver zu studieren.
Zu den Highlights der Reise gehörten sicher auch die Exkursionen auf die Ada-Halbinsel: Am Dritten Reisetag erspähten wir am Strand ganz unerwartet eine spektakuläre Schwalbenmöwe, einen nordamerikanischen Irrgast der noch nie zuvor in Montenegro nachgewiesen worden war! Ganz in der Nähe zeigten sich während einer Abendexkursion ein jagender Ziegenmelker und ein im Duett singendes Zwergohreulenpaar - ihr Gesang wurde untermalt vom Heulen der seltenen Goldschakale, eine Art die anderswo im Balkan nur äusserst schwierig anzutreffen ist. Während einem Ausflug ins Landesinnere bescherten uns die kargen Karstlandschaften erstaunliche Bebachtungen von Kurzfangsperbern, Schlangenadlern, Mittelmeersteinschmätzer und Felsenkleiber. Grosse Aktivität herrschte auch auf den traditionellen Hutweiden von Donji Stoj: Zu Wiedehopf, Rotkopf- und Schwarzstirnwürger gesellten sich über 500 Bienenfresser, die direkt im Boden brüten. Eingiebig liessen sich die Tiere aus kürzester Distanz beobachten bei Balz, Gefiederpflege und Brutgeschenkübergabe. Eine fast tropisch anmutende Farbenpracht!
Neben ornithologischen Leckerbissen vermittelte uns Borut Sturmberger, Balkankenner und einer der aktivsten Natur-und Vogelschützer zwischen Slowenien und Albanien, auch interessante Hintergrundinformation zu Kultur, Politik und Geschichte, so dass wir uns ein gesamthafteres Bild zur Region verschaffen konnten.
Gegen Ende der Reise stand die Rundfahrt am grössten Binnengewässer des Balkans, dem Skutarisee, auf dem Programm. Sozusagen als "Warm-Up" besuchten wir vor der Bootsfahrt einen Ausläufer des Sees: Währenddem sich vor uns aus nächster Nähe 2 Beutelmeisen und 2 jagende Zwergdommeln zeigten, flogen über unseren Köpfen rund 2000 Zwergscharben von ihren Nistplätzen zu den Jagdgründen. Auf der 5 stündigen Bootsfahrt waren wohl die meisten Teilnehmer überrascht von der Idylle welche zwischen den Seerosenblättern herrschte: Auf 4 Kolonien verteilt brüteten hier über 100 Weissbartseeschwalbenpaare, die sich in herrlichem Licht mit den vorbeiziehenden Trauerseeschwalben vergleichen liessen. Abgerundet wurde das Bild von 18 Krauskopfpelikanen, die hier ihre westlichsten Brutplätzen besetzen.
Alles in allem eine gelungene Reise in den unbekannten Balkan, bei dem für alle Teilnehmenden etwas dabei war.
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28.07.2010: Süddeutschland, Mai 2010 - Der Jungfernflug des Weissrückenspechts | |
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Junge Spechte an der Bruthöhle zu beobachten, ist meist nur wenige Tage im Jahr möglich, wenn die Jungen schon so gross sind, dass sie ans Loch drängen und laut betteln. Und doch sollte es einer Gruppe Schweizer Ornithologen sogar beim so seltenen und schwer zu beobachtenden Weissrückenspecht gelingen, nicht nur die letzten Fütterungen des letzten noch in der Bruthöhle verbliebenen Jungvogels (ein Weibchen) zu beobachten, sondern sogar dessen Jungfernflug mitzuerleben. So geschehen auf der Liberty Bird Süddeutschlandtour 2010. Ein ausgesprochenes Glück und eine Beobachtung, die sicher niemand so schnell vergessen wird!
Aber auch sonst war die Reise ornithologisch voller schöner Eindrücke und seltener Anblicke: Bienenfresser und Wiedehopf, Wendehals und Zaunammer, Wespenbussard und Steinkauz, Halsbandschnäpper und Mittelspecht, balzende Bekassinen und Drosselrohrsänger, Wachtelkönig und Karmingimpel. Als Zugabe gab es etliche botanische Leckerbissen wie Bockriemenzunge, Affenknabenkraut, Blumenbinse oder Mittleren Sonnentau.
Und das alles eingebettet in so beeindruckende Landschaften wie die kleinräumige Weinbaulandschaft des Kaiserstuhls mit ihren Lößterrassen und Trockenrasen, die hohen, eichenreichen Auwälder und großflächigen Niedermoore im schwäbischen Donaumoos und den größten und ursprünglichsten Moorlandschaften im südlichen Mitteleuropa mit dem Murnauer Moos.
Eine wunderschöne Tour mit einzigartigen landschaftlichen und ornithologischen Höhepunkten, und das alles gar nicht weit vor der eigenen Haustüre...
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17.06.2010: Tour de Suisse, Juni 2010 - Who’s who der einheimischen Vogelwelt | |
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Die vierte Liberty Bird „Tour de Suisse“ war aus ornithologischer Sicht sicher die bisher ergiebigste. Mit einer kleinen und feinen Gruppe durchquerten wir auf acht Etappen die Schweiz um in den verschiedenen Regionen der Schweiz ihre Spezialitäten zu entdecken.
Von der Bienenfresser-Kolonie im Mittelland stiegen wir hinauf bis zu Bartgeier, Alpenschnee- und Steinhuhn, Steinrötel und Alpenkrähen in den Walliser-Alpen. In der Ebene fanden wir Wiedehopfe und Blaumerle. Der einzigartige Mauerläufer klebte schier an den steilen Felswänden der Feschelbachschlucht und auf dem Nufenenpass sahen wir den ersten von insgesamt drei Schneesperlingen.
Im Tessin besuchten wir wie üblich die Fahlsegler-Kolonie und versuchten uns in deren nicht immer einfachen Bestimmung…
Der Halsbandschnäpper war an seinem angestammten Brutplatz in einem abgeschiedenen Seitental äusserst schwierig zu Beobachten, doch sollten wir zu späterem Zeitpunkt noch eine zweite Gelegenheit nutzen.
Auf einer Abendexkursion in der Magadinoebene sassen zwei Steinkäuze auf ihren Warten und ein Uhu an seinem traditionellen Brutplatz. Nur kurze Zeit später gelang uns die erste Beobachtung der Zwergohreule auf der Tour de Suisse!
Durch das Bergell fuhren wir vorbei an uralten Kastanien-Selven und dort gelang uns noch die oben erwähnte Entdeckung eines weiteren Halsbandschnäpper-Pärchens.
Den Schlusspunkt setzte ein Rotkopfwürger vor imposanter Bergkulisse und dem riesigen, geisterhaft anmutenden Hotel Palace in Maloja.
Nach viermaliger erfolgreicher Durchführung dieser Reise wird die „Tour de Suisse“ mit leicht abgeänderter Streckenführung 2012 wieder im Programm erscheinen.
Bis dann also…
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LIBERTY BIRD, Ornithologische Reisen, c/o
RB Reise Beratung AG
Belpstr. 47, CH-3000 Bern 14, Tel.: 031/ 382 22 26, Fax: 031/ 382 36 39 
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