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Die Spannung vor jedem Besuch der kleine Oasenstadt Douz im Süden Tunesiens ist immer gross, weiss man doch nie im voraus, ob die kleine Senke im Westen der Stadt noch mit Wasser von den letzten Regenfällen gefüllt oder bereits wieder ausgetrocknet ist. Bei unserem diesjährigen Besuch war nur noch wenig Wasser übrig geblieben, dafür gaben sich umso mehr Vögel ein Stelldichein auf der kleinen Wasserfläche. Eine Art war eindeutig in Überzahl, die Marmelente. Wir zählten mindestens 1330 Individuen, was fast 20% des geschätzten Weltbestandes dieser bedrohten Art entspricht. Auch andere nicht minder spannende Arten liessen sich auf dieser Reise in grossen Zahlen beobachteten: eine Gruppe von 120 Mornells und 24 Rennvögeln bei Chebika, 55 Saharaohrenlerchen an einer kleinen Wasserstelle mitten in der Wüste oder 100 Löffler an der Küste bei Djerba. Dazu kamen die vielen Besonderheiten wie Diademrotschwanz, Atlasgrasmücke, Akaziendrossling, Hausammer, Lanner, Habichtsadler, Adlerbussard, Felsenhuhn, Afrikanische Blaumeise, Wüstenprinie, Berber-, Wüsten-, Fahlbürzel-, Trauer und Saharasteinschmätzer sowie Wüstenläufer, Sand-, Stein- und Theklalerche. Zusätzlich konnten wir zwei mediterrane Spezialitäten beobachten, die auf den vier bisherigen Tunesienreisen von Liberty Bird gefehlt hatten: ein Sardengrasmücke im Dahar Gebirge bei Matmata und drei Korallenmöwen auf Djerba. Der Abstecher ins warme Tunesien während den kalten Wintermonaten lohnt sich allemal und bietet immer eine bestechende Mischung aus spannenden Vogelarten, Erholung, Abenteuer und Wüstenromantik.
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